"Hollow Construction" vs. "Two Piece" Eisen: Honma TR P vs. X

Mit dem neuen TR21 X Eisen wagt Honma es das erste mal in der Firmengeschichte ein "Hollow Construction" Eisen zu produzieren. Diese Bauform wurde bereits von anderen Herstellern genutzt und erlaubt es beeindruckende Ergebnisse in Sachen Fehlerverzeihbarkeit und Ballgeschwindigkeit zu erzielen. Das Honma TR21 X Eisen darf sich also bereits mit einigen Konkurrenzprodukten messen und unserer Meinung nach wird es in den kommenden Jahren noch deutlich mehr von dieser Art Eisen geben.

Bisher war das Rezept für mehr Fehlerverzeihbarkeit und Ballgeschwindigkeit eine "Two Piece Construction" wie wir sie bereits im Honma TW747 und nun auch im TR20 P vorgefunden haben. Dabei wird der Kopf zum Teil klassisch geschmiedet, aber noch mit einem Einsatz versehen um genau dies zu erreichen.

Im Gegensatz dazu sieht das TR21 X wie ein klassisches Blade aus. Es wird aber alles andere als klassisch gefertigt. Denn bei diesem Eisen ist nur die Schlagfläche geschmiedet - dadurch unterscheidet es sich auch vom Großteil der Konkurrenz, bei der auch die Schlagfläche nur gegossen wird. Die Konstruktion an sich wird auch beim TR21 gegossen und im weiteren Prozes gefüllt. Es handelt sich dabei um einen speziellen Kunststoff sowie Wolfram im Bereich der Sohle.

Was mit dieser Bauweise bezweckt wird ist Folgendes: Es ist dadurch möglich völlig unabhängig von typischen Schmiede- oder Gießformen den Schläger so zusammen zu setzen wie gewünscht. Das bedeutet, möglichst viel Gewicht auf den unteren Bereich konzentriert, dafür umso weniger Gewicht an allen anderen Stellen. Daher auch ein leichter Kunststoff und eine dünne Hülle. Der Wolfram Einsatz ist tatsächlich ernst zu nehmen mit bis zu 73g. Vermutlich wird dieser in Zukunft sogar noch schwerer und weiteres Gewicht an anderen Stellen eingespart. So dürfte dann die "Materialschlacht" der Zukunft im Bereich dieser Eisen aussehen.

Eine weitere Schlacht findet bei den Schlagflächen statt - denn diese müssen so dünn und so hart wie möglich konstruiert werden. Honma ist hier einer der wenigen Hersteller, die ihre Schlagfläche schmieden.

Unser Test: Honma TR20 P vs. TR21 X

Es ist also an der Zeit diese neue Technologie zu testen und zu sehen, wie sie gegen die klassische, zweischalige Konstruktion abschneidet. Vorweg gleich der Hinweis auf die minimal verschiedenen Lofts. Das TR20 P Eisen 7 hat 31° während das TR21 X 30° hat. Das ist der moderne Standard und für ein solches Eisen auch tatsächlich notwendig wie wir gleich sehen werden.

Die optischen Unterschiede sind recht offensichtlich: Das TR21 X sieht zwar wie ein Blade aus, ist aber tatsächlich sehr groß und wuchtig. Eben wie ein Game Improvement Eisen auch sein soll. Die Sohle ist sehr breit, die Schlagfläche insgesamt groß und auch die Topline ist relativ dick. Das TR20 P sieht im direkten Vergleich mit dem X schon fast sportlich aus - wobei man auch sagen muss, dass es für ein "zweischaliges" Eisen ohnehin relativ klein ist und es durchaus größere auf dem Markt gibt.

Der Unterschied im Launch

Kommen wir zu einem Punkt, der sehr wichtig ist: Denn viele Spieler kritisieren moderne Eisen wie das TR21 X wegen der niedrigen Lofts. Sie meinen, dass ein Eisen 7 eigentlich ein Eisen 6 ist. Aber abgesehen davon, dass 30° für ein Eisen 7 zwar stark, aber absolut nicht außergewöhnlich sind, zählt am Ende des Tages der Launch. Und hier muss man eines ganz klar sagen: Ein "Hollow Construction" Eisen wie das X ist auf maximalen Launch ausgelegt was wir auch direkt im Test sehen. Das X launcht mit 19.4° über 1° höher als das P obwohl es 1° weniger Loft hat. So viel zum Thema die Hersteller würden beim Loft "tricksen".

Der Unterschied im Spin

In diesem Zusammenhang ist auch der Spin entscheidend. Denn dieser ist beim X signifikant geringer als beim P. 300rpm hören sich nicht dramatisch an, machen sich jedoch auf den Grüns eindeutig bemerkbar. Eisen wie das TR21 X sind jedoch auf maximalen Launch und weniger Spin ausgelegt. Eben um zu erreichen, dass auch Spieler mit geringer Schlägerkopfgeschwindigkeit einen höheren Launch erreichen können und dank des geringeren Spins auch größere Weiten erzielen können.

Das Ergebnis in Ballgeschwindigkeit und Länge

Hinzukommt außerdem, dass die Schlagfläche des X deutlich "heißer" ist. Es wird 0.5° mehr Ballgeschwindigkeit erzielt - und das im Vergleich zu einem zweischaligen Eisen, das ohnehin schon auf maximale Ballgeschwindigkeit optimiert ist. Hier sieht man aber auch eindeutig den Vorteil der neuartigen Konstruktion.

Alles in allem sorgen Launch, Spin und Ballgeschwindigkeit für 3m mehr Carry und 6m mehr Gesamtlänge. Das sind durchaus signifkante Unterschiede und tatsächlich auf die unterschiedliche Konstruktion der Eisen zurück zu führen. Denn sowohl die Schlägerkopfgeschwindigkeit, der dynamische Loft und die Efficiency sind gleich.

Subjektives Schlagempfinden und Gefühl

Beide Tester waren sich einig, dass das Schlaggefühl beim TR21 X außergewöhnlich ist. Und zwar insofern als es sich einfach sehr weich anfühlt, insbesondere für ein Eisen der Kategorie "Game Improvement". Und das zählt auch für suboptimale Treffer, die einem weniger deutliches bzw. negatives Feedback vermitteln. Das P ist hierbei schon direkter. Was die Fehlerverzeihbarkeit betrifft hat das X ebenfalls die Nase vorne. Zum einen wegen der ohnehin schon größeren Schlagfläche, aber auch weil sich Treffer außerhalb des Sweetspots tatsächlich noch sehr gut entwickeln und kaum an Ballgeschwindigkeit einbüßen.

Fazit des Vergleichs

Die Frage, die Sie sich vor allem stellen müssen ist, ob Sie diese 6m mehr Länge brauchen. Gerade in Bezug auf den geringeren Spin der es definitiv nicht einfacher macht den Ball auf dem Grün zu kontrollieren. In Sachen Launch wird Ihnen der TR21 X das Leben jedoch auf alle Fälle leichter machen.

Unsere Empfehlung: "Two Piece" oder "Hollow Construction"?

Welche Bauform für Sie in Frage kommt ist nicht so einfach zu beantworten. Am besten machen Sie sich einmal die Vorteile, aber auch die Nachteile bewusst. Der große Vorteil eines Hollow Construction Eisens wie dem TR21 X liegen klar im optimierten Launch, der höheren Ballgeschwindigkeit, der besseren Fehlerverzeihbarkeit und auch dem weichen Schlaggefühl über die gesamte Schlagfläche. Der Nachteil ist insbesondere der, dass deutlich weniger Spin produziert wird und eine Kontrolle beim Anspielen der Fahne dadurch erschwert wird.

Was man auf alle Fälle sagen kann: spätestens mit den Honma TR21 X ist die Hollow Construction Bauweise keine Frage des Geldes mehr. Wenn ein solch hochwertiges Eisen mit den besten Eisenschäften wie von Nippon und den hauseigenen Vizard Schäften bereits unter 200€/Eisen zu haben ist, kann man nicht mehr davon sprechen, dass diese Art von Eisen nur für besonders große Geldbeutel geeignet sind.

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