Eisen Schaft Vergleich: Den richtigen Schaft für Ihr Spiel finden

In diesem Artikel geht es darum wie man den richtigen Eisenschaft findet und welche Eisenschäfte tatsächlich in Frage kommen. Das Problem ist meist, dass Spieler nicht objektiv an die Sache heran gehen. Sie präferieren Schäfte Ihrer Lieblingsspieler, Marken, die Sie schon lange kennen, halten Stiff grundsätzlich für zu hart und bewerten Schäfte nicht objektiv. Dies zeigt sich auch immer wieder in einem Fitting wenn ein (unbekannter) Schaft probiert wird, der dem Spieler aus irgendeinem Grund zunächst nicht zusagt. Er trifft ihn ausgezeichnet und versucht ihn dennoch eher schlecht zu reden. Wir können es kurz machen: wir sind auch nur Menschen, haben unsere eigenen Vorzüge und sind nicht immer rational.

Bei unserem großen Vergleich von Eisenschäften möchten wir das jedoch sein. Zahlen lügen schließlich nicht. Deshalb werden wir unsere Schäfte in unterschiedliche CPM Kategorien einsortieren. Der CPM Wert an sich muss Sie nicht interessieren - es kommt stark darauf an wie man diesen genau misst. Um wirklich aussagekräftig zu sein muss man unabhängig und unter identischen Bedingungen Schäfte vermessen und sich z.B. nicht auf Herstellerangaben verlassen. Das Gleiche gilt übrigens für Torque der praktisch von jedem Hersteller etwas anders gemessen wird.

Daher wird Ihnen nur eine solche Einordnung wie wir Sie gemacht haben tatsächlich sagen können wie hart oder weich ein Schaft im Vergleich zu anderen Schäften ist.

Wenn Sie anfangen sich mit dieser Thematik zu beschäftigen, müssen Sie auch einsehen, dass die Härtegrade wie Regular, Stiff, oder X-Stiff erst einmal gar nichts zu sagen haben. Sie sagen lediglich, dass ein gleicher Schaft wie z.B. der Nippon Modus 120 S weicher sein wird als der Nippon Modus 120 X. Der Modus 120 X wird aber nicht automatisch härter sein als der KBS C-Taper 120 S. Und der Modus 120 X ist auch deutlich weicher als der Modus 130 S. Sie sollten sich also gleich von dem Gedanken verabschieden, dass der so genannte Flex den Härtegrad in irgendeiner Form vergleichbar oder objektiv macht. Deswegen macht es auch überhaupt keinen Sinn immer Regular Flex zu nehmen weil man schon immer Regular Flex gespielt hat. Ein anderer Schaft in Stiff kann dennoch weicher und der Richtige sein.

Kategorie 80-90mph Schlägerkopfgeschwindigkeit mit Eisen 6

In dieser Kategorie befinden sich überdurchschnittlich gute Amateure, die ihr Eisen 6 zwischen 155 und 170m schlagen und zwischen 80 und 90mph Schlägerkopfgeschwindigkeit aufweisen. Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei nur um Richtwerte handelt.

Die folgenden Schäfte kommen für einen solchen Spieler in Frage:

Hier sehen Sie unter anderem, dass sich auch Graphitschäfte oder Composite Schäfte darunter befinden. Der KBS TGI 80 ist ein relativ harter Graphitschaft und auch die Steelfiber Schäfte mischen in dieser Kategorie mit. Der Steelfiber i95 Regular ist z.B. härter als der Nippon Modus 120 Stiff - soviel zum Thema Graphit ist automatisch weicher und Stiff härter als Regular...

Was man ebenfalls beachten sollte ist, dass es eben auch leichte Schäfte wie den Nippon NS Pro 950 gibt, der in dieser Kategorie sogar der härteste Schaft ist - deutlich vor dem Modus 3 120 S. Der NS Pro ist definitiv kein weicher Schaft auch wenn dies häufig geglaubt wird.

Auch der Shimada VWS 90 in Stiff ist in dieser Kategorie einer der härtesten Schäfte. Das meint man gerade deshalb nicht weil viele davon ausgehen, dass 90 auch gleich 90g bedeutet. Das ist jedoch nicht der Fall und der VWS 90 wiegt 110g. Hier darf man nicht den Fehler machen ihn für einen weichen Schaft zu halten.
Die Honma Vizard TR20 Schäfte sind ebenfalls in dieser Kategorie angesiedelt. Der 85 S ist dabei etwa vergleichbar mit einem Modus 120 R, einem Steelfiber 80 R und einem Nippon NS Pro Neo 950 in R. Der TR20 65 in S dagegen mit einem NS Pro 850 R bzw. Fujikura Pro 65 in R2. Die Regular Variante des TR20 65 ist entsprechend weicher und liegt eher bei 270 CPM.
Was an dieser Stelle auch auffällt ist, dass der Nippon Neo 950 nicht wesentlich weicher ist als die "normale" NS Pro Variante. Er ist nur geringfügig weicher als der 1050 mit gleichem Flex. Auch hier darf man nicht den Fehler machen den 950 Neo für einen sehr viel weicheren Schaft zu halten. Das Profil ist dafür anders.
Die Mitsubishi OTI Schäfte sind Carbon Schäfte mit einer breit gestreuten Steifigkeit. Während die 105 X Variante sogar in die Kategorie mit über 310 CPM fällt, liegt der 95 S eher beim Vizard TR20 85 S oder dem Modus 105 in R.
Beim Modus 105 darf man keinesfalls den Fehler machen ihn für weicher zu halten als den Modus 120. Er spielt lediglich in einer anderen Gewichtsklasse, aber der Modus 120 ist und bleibt für sein Gewicht relativ weich. Der Modus 105 in Regular ist im Grunde genauso steif wie der Modus 120 in Stiff.
Eine Sache die z.B. beim Fujikura Pro Schaft auffällig ist: Die Steifigkeit ist über die Gewichtsklassen sehr konstant. Deswegen ist z.B. der Pro 75 genauso steif wie der Pro 85 in Stiff.

Kategorie 90mph+ Schlägerkopfgeschwindigkeit mit Eisen 6

Bei dieser Kategorie handelt es sich um Profis und sehr gute Amateure mit hoher Schlägerkopfgeschwindigkeit von deutlich über 90mph - teilweise bis zu 100mph. Die härtesten Schäfte in dieser Kategorie sind auch tatsächlich mit die härtesten die es auf dem Markt gibt. Auch Longdrive Champions werden also diese Eigenschaften mit in Erwägung ziehen. Aber auch Spieler, die ihr Eisen 6 170m und weiter schlagen gehören dazu und in diesem Bereich gibt es eine Vielzahl von hochwertigen Schäften:

Die härtesten Schäfte sind Nippon Modus 3 130 X und Dynamic Gold X100 X7.

Man sollte wissen, dass der Nippon Modus 120 signifikant weicher ist als die 130 Version - und übrigens auch ein anderes Schaftprofil aufweist. Der Modus 120 X ist für einen X-Schaft nicht wirklich hart und z.B. weicher als der KBS C-Taper Lite 110 S oder Project X 6.0.

Er ist außerdem weicher als der Steelfiber i95 S - was viele sicherlich überraschen sollte. Denn immerhin handelt es sich beim Steelfiber um einen leichten Schaft aus Graphit und Stahl. Er ist für seine Kategorie extrem hart und Sie dürfen keinesfalls den Fehler machen ihn wegen seinem Material und Gewicht als weich einzuordnen.

Interessant ist auch, dass der Project X LZ deutlich härter ist als der große Bruder, Project X. Der Project X LZ 6.5 ist zwar leichter aber deutlich härter als der Project X 7.0.

In der Kategorie um einen CPM von 330 sammeln sich z.B. eine ganze Reihe von Schäften, die in Frage kommen wie die härteren Project X, KBS C-Taper, $-Taper und Dynamic Gold X100 Tour Issue.

KBS Fans sollten z.B. wissen, dass die $-Taper- und FLT Variante grundsätzlich härter ist als die C-Taper.

Weitere Kategorien folgen.

Wie findet man nun den richtigen Schaft?

Es gibt mehrere Faktoren, die eine Rolle spielen. Eine davon, die Härte des Schafts haben wir uns gerade angeschaut. Hinzukommen vor allem Schaftprofil, -Material und -Gewicht:

  • Schaftprofil: Das Profil eines Schafts gibt an in welchen Bereichen der Schaft hart bzw. weich ist. Die Härte, die wir uns bereits angesehen haben gibt die Härte des gesamten Schaftes an, aber nicht ob der Schaft im unteren, mittleren oder oberen Bereich hart ist. Diese Frage lässt sich nur durch sogenannte EI Profile beantworten. Dabei analysiert man wie hart ein Schaft an jeder einzelnen Stelle ist. So sieht man z.B. dass der Modus 120 im Bereich der Spitze härter ist als ein Steelfiber 95. Oder wo sich der Kickpoint des Schafts befindet - eher weiter oben oder unten.
  • Schaftmaterial: Neben dem "ewigen Kampf" zwischen Graphit und Stahl kommt nun eine weitere Komponente hinzu, nämlich Mischungen aus Stahl und Graphit wie von Steelfiber. Es ist davon auszugehen, dass in Zukunft noch viele weitere solcher Schäfte veröffentlicht werden. Denn sie können theoretisch das beste aus beiden Welten ineinander vereinen. Ein Graphitschaft ist grundsäzlich leichter und in der Lage Vibrationen besser zu dämpfen.
  • Schaftgewicht: Das Gewicht eines Schafts beeinflusst sowohl das Gesamt- als auch Schwunggewicht des Schlägers. Gerade bei speziellen Schlägern z.B. mit dicken Griffen, längeren Schäften, etc. sind diese Aspekte besonders wichtig. Grundsätzlich wird Ihnen ein professioneller Fitter zumindest eine Richtlinie für das Schaftgewicht geben können.

Schaftprofil: Was zeichnet jeden Schaft aus?

Wirklich interessant wird ein Fitting gerade dann wenn es um verschiedene Schaftprofile geht. Dieser Aspekt ist sehr individuell. Während man bei der Härte noch etwa sagen kann, dass xy mph Schlägerkopfgeschwindigkeit einen bestimmten Härtegrad erfordert, kommt es beim Schaftprofil vor allem auf den Schwung an. Gerade beim Übergang von Rück- und Vorschwung und auch beim Release spielt das Profil eine große Rolle. Aber auch bei Spin und Launch.

Grundsätzlich hat jeder Schaft ein anderes Profil. Hochwertige Schäfte zeichnen sich dadurch aus, dass die Profile auch konsistent sind. Stellen Sie sich vor Sie haben einen Schaft verbaut der mit einem Eisen 5 ein anderes Profil aufweist als mit einem Eisen 9. Bei minderwertigen Schäften ist das häufig der Fall, aber sicher nicht bei den Schäften, die Sie auf ExactGolf finden und die in unserer Übersicht auftauchen.

Bei einem Fitting nimmt man Schäfte mit unterschiedlichen Profilen und sieht mit welchem der Spieler am besten zurecht kommt. Es geht dabei vor allem darum wie einfach es ihm fällt den Schläger zu "laden" und ob er im richtigen Moment "freigegeben" wird.

Grundsätzlich gibt es hier drei Tendenzen. Zunächst einmal kann der Schaft im Bereich der Spitze weich sein - das erleichtert den Launch und fühlt sich am Ball entsprechend weich an. Der Rest des Schafts ist hingegen hart und verleiht Stabilität, insbesondere im Griffbereich.

Dann gibt es noch Schäfte mit einer harten Spitze und einem weichen Griffbereich. Grundsätzlich ist die Spitze der weichste Punkt des Schafts. Diese Schäfte sind an dieser Stelle trotzdem härter als z.B. in der Mitte des Schafts. Spieler, die einen flachen Ballflug und maximale Kontrolle wünschen wählen eher ein solches Profil.

Der Kompromiss wäre dann ein Schaft, der in der Mitte relativ weich ist, dafür aber in der Spitze und im Griffbereich umso härter. Der Modus 120 ist ein typisches Beispiel hierfür und auch der Grund weswegen dieser Schaft auf der Tour und im Amateurbereich so erfolgreich ist.

Es ist schwierig grundsätzliche Empfehlungen zu geben und das perfekte Schaftprofil findet man nur in einem Fitting und meist auch noch über längere Spielzeiten. Es kann Jahre dauern bis ein Spieler das optimale Profil gefunden hat. Dafür bleibt er dann auch meist dabei und bleibt im gesamten Satz konsistent.

Eisenschaft Gewichtsvergleich

Eisenschäfte schwanken zwischen ca. 35g bis über 130g und das ist natürlich eine extrem große Spanne. Während die wirklich leichten Schäfte nur für Damen, Senioren und Seniorinnen gedacht sind, eignen sich die 130g Schäfte lediglich für Tour Profis. Das Prinzip des Schaftgewichts ist vor allem eines: es geht darum den Schläger optimal beschleunigen aber auch kontrollieren zu können. Das Schaftgewicht spielt hierbei zusammen mit dem Schwunggewicht eine große Rolle. Die breite Palette an Gewichten erlaubt es Clubmakern und -Fittern hier sehr flexibel zu sein. Das heißt, dass es durchaus möglich ist einen leichten Schaft mit hartem Flex zu wählen, oder einen relativ schweren Schaft mit weichem Flex.

Grundsätzlich gilt: Carbonschäfte sind eher leichter als Stahl, können jedoch genauso steif gebaut werden - teilweise sogar steifer. Ein Carbonschaft bedeutet daher nicht gleichzeitig flexibel zu sein.

Das jeweilige Schaftgewicht können Sie aus den obigen Charts entnehmen. Wichtig ist zu wissen, dass eine Zahl wie 80 immer eine "Untergrenze" darstellt und das tatsächliche Gewicht immer etwas darüber z.B. bei 83g liegt. Außerdem ist der Shimada VWS ein Spezialfall der als 90 bezeichnet wird, jedoch 110g hat.

Im Folgenden möchten wir Ihnen ein paar besondere Schäfte vorstellen, die für bestimmte Anwendungsbereiche interessant sind:

- Steelfiber 95: Dieser Schaft ist mit 95g relativ leicht, aber sehr steif. Die Stiff Variante kann mit einem 120g Stahlschaft mithalten. Das gute an einem solchen Schaft ist, dass man damit auch längere Schläger bauen kann ohne das Gesamt- und Schwunggewicht zu schwer werden zu lassen. Längere Schäfte sind immer weicher als kürzer gebaute Schäfte. Jemander, der also längere Schäfte und auch eine gewisse Härte benötigt ohne den Schläger zu schwer werden zu lassen ist also mit einem solchen Schaft gut bedient.

- Modus 120: Dieser Schaft wurde ursprünglich für die Seniorentour konzipiert, findet aber schon seit einigen Jahren viele erfolgreiche Abnehmer auf allen anderen Touren dieser Welt. Er ist für seine Gewichtsklasse relativ weich. Der Modus 120 X ist kaum härter als der Modus 105 S und trotzdem gute 10g schwerer. Dieser Schaft ist gerade für Spieler gedacht, die etwas mehr Gewicht ohne zusätzliche Steifigkeit bevorzugen.

Ein wichtiger Punkt zum Thema Schaftgewicht ist folgender: Das Schaftgewicht hat relativ wenig Einfluss auf das Schwunggewicht. 10g Unterschied im Schaft macht - je nach Schaftprofil - nur wenig Unterschied. Häufig geht es beim Schaftgewicht vor allem um das Gesamtgewicht, das stimmen muss. Z.B. bei kürzeren Schlägern, die nicht zu leicht werden dürfen, oder bei längeren Schlägern, die nicht zu schwer werden dürfen.

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