Die besten Eisen für Scratch Spieler

Bevor man sich mit diesem Thema beschäftigt sollte man klar machen dass es nicht so etwas wie „das Beste“ gibt und auch niemals geben kann. Auch Golfschläger sind sehr individuell. Nicht umsonst spielen selbst Tourspieler eine breite Palette verschiedener Modelle. Angefangen von den klassischsten Blades, über Cavity Backs oder Players Irons. Wenn also die Vielfalt selbst bei den Tourspielern so groß ist, wie groß ist sie dann erst bei den guten Amateuren im Scratch Bereich um Handicap 0?

Keine Frage, die Überschneidungen sind vorhanden. Ein Scratch Spieler ist in der Regel in der Lage den Ball konstant zu treffen, hat ähnliche Schwungcharakteristika wie Pros und möchte den Ball mal mit einem Fade oder Draw an die Fahne spielen. Was ihn jedoch von einem Pro unterscheidet ist, dass er keine 4 Stunden täglich auf der Range Bälle schlägt. Die Probleme fangen daher meist damit an dass der Scratch Spieler die Bälle eben nicht alle so gut trifft wie ein Profi. Das zeigt sich im sogenannten Smashfaktor der das Verhältnis aus Ball- und Schlägerkopfgeschwindigkeit angibt. Bei einem Eisen 6 eines Pros liegt dieser Wert bei ca. 1,38 während ein guter Amateur vielleicht zwischen 1,32 und 1,35 liegt.

Das bedeutet also schonmal eins: Der Scratch Spieler trifft den Ball nicht so konstant und braucht einen Schläger der die leicht schlecht getroffenen Schläge kompensiert.

Hinzukommen Schwankungen im Schwung selbst. Ein Scratch Golfer wird nicht immer verlässlich z.B. 2,2° von innen kommen mit einer 0,4° geöffneten Schlagfläche. Die Schlagfläche ist mal 1° geschlossen, mal 2° geöffnet, usw. Dies bedeutet starke Unterschiede im Sidespin mit denen der Schläger zurecht kommen muss.

Worauf es also bei diesem Spielertyp meistens hinausläuft ist ein Cavity Back Eisen. Dieser Typ Schläger ist ein sehr guter Kompromiss aus Fehlerverzeihbarkeit und Spielbarkeit. Letzteres heißt, dass man mit dem Ball immernoch gut „arbeiten“ kann, er also z.B. den seitlichen Spin annimmt wenn man mal einen Fade ins Grün braucht. Players Eisen etwa bieten diese Spielbarkeit nicht und nehmen viel weniger Spin an. Dieser Spin fehlt nicht nur für Draws und Fades sondern auch wenn es darum geht den Ball auf dem Grün zu kontrollieren bzw. einen konstanten Ballflug mit gleichen Längen zu produzieren.

Ein Faktor der bei dieser Spielklasse nicht zu unterschätzen ist ist der Offset. Ein großer Offset begünstigt tendenziell geschlossene Schlagflächen und steuert damit einem Slice entgegen. Für schwächere Spieler ist das vorteilhaft, für sehr gute Spieler kann sich jedoch ein Problem ergeben. Denn sehr gute Spieler schwingen meist eher von innen als von außen. Zudem spielen sie ihre Eisen mit einem stark negativen Angle of Attack von -4° bei einem Eisen 6 oder 7. Beide Faktoren begünstigten in Abhängigkeit von der „Swing Plane“ eher einen Sidespin nach links, also einen Draw. Wenn man etwas also nicht gebrauchen kann in so einem Fall ist das noch mehr Drawtendenz durch Offset. Leider werden heute selbst Schlägerköpfe die für sehr gute Spieler geeignet sind häufig mit Offset gebaut. Dies muss man bei der Auswahl unbedingt mit beachten.

Aufgrund dessen ergeben sich die folgenden „besten Eisen“ für Scratch Spieler 2019:

CB-1008 von Miura

Wenn man Miura fragen würde welche Arten von Schlägern am liebsten gebaut werden, dann wird die Antwort sein: Blades oder klassische Cavity Backs. Letzteres ist der  CB-1008 und daher auch unsere erste Empfehlung. Das Positive an diesem Kopf ist außerdem das geringe Offset das gerade für Spieler mit Draw-Tendenz zu Gute kommt. Leider werden immer mehr Eisen mit viel Offset gebaut was eine geschlossene Schlagfläche im Treffmoment begünstigt. Wer sowieso dazu neigt bzw. stark von innen kommt wird Probleme mit diesen Schlägern bekommen. Nicht so beim CB-1008. Umgekehrt natürlich muss man sagen dass Spieler mit Slice-Gefahr gerne mehr Offset hätten. Aber um ehrlich zu sein: Welcher Scratch Spieler kämpft schon gegen einen Slice?

Honma TW747 V

Der  TW747 V ist ein sehr hochwertiger Schläger mit extrem attraktiven Preis-Leistungsverhältnis. Er ist die entschärfte Version des Tour World Blades von Justin Rose, dem Rose Proto. Den V kann man kaum noch als Blade bezeichnen da der Schwerpunkt dafür schon sehr weit unten liegt. Eher ist er eine Mischung aus Cavity Back und Blade. Auch beim V ist der Offset gering. Das einzige Manko bei diesem sonst sehr guten Schläger: Die Standard-Schaftauswahl ist stark eingeschränkt und andere Schäfte nur mit 8-10 Wochen Lieferzeit und teilweise Aufpreis bestellbar. Alternativ können wir Ihnen natürlich einen anderen Schaft Ihrer Wahl verbauen, was innerhalb von 2 Wochen erledigt ist.

Miura MC-501

Unserer Meinung nach einer der schönsten Eisenköpfe die jemals gebaut wurden. Es handelt sich dabei um ein „Modern Blade“. Klassische Blades sind am aussterben, das weiß auch Miura. Deswegen ist der  MC-501 aber auch so ein gelungener Schläger. Denn er vereint Cavity Back und Blade wie kein zweites Eisen. Der MC-501 sieht noch wesentlich schärfer und gefährlicher aus als er tatsächlich ist. Die Schlagfläche ist komfortabel und Fehler werden durchaus verziehen. Einziges Manko für Draw-Spieler ist der recht große Offset.

Miura CB-301

Der  CB-301 für 2019 ist eine Neuauflage eines Klassikers. Einziges Manko für Scratch-Spieler bei diesem Schläger ist der Offset und die sehr geringen Lofts. Das Pitching Wedge hat lediglich 44° was für die meisten ein zusätzliches Wedge bei ca. 48° bedeutet. Dennoch ein sehr gelungener Schläger der auch optisch glänzt.

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