Schwunggewicht-Vergleich in Wedges

Das Thema Schwunggewicht ist alles andere als einfach und bis zu einem gewissen Grad auch sehr individuell. Unserer Meinung nach ist es jedoch eines der wichtigsten Kriterien für gute Performance. Gerade ein Schwunggewicht das von Schläger zu Schläger schwankt verhindert im Prinzip gute Performance. Das Schwunggewicht sollte aber nicht nur einheitlich sein, sondern auch absolut passen. Gute Spieler spüren dabei auch den Unterschied von nur wenigen Schwunggewichtspunkten z.B. zwischen D1 und D3. Durchschnittlichen Spielern fällt wiederum nur ein größerer Unterschied tatsächlich auf. Diesen kann man dann sehr gut anhand der Zahlen die etwa ein Foresight Quad liefert heraus lesen.

Für den folgenden Test haben wir ein 56° Wedge mit identischem Schaft und deutlichem Schwunggewichtsunterschied verwendet, nämlich C3 und D3. Relevant ist Schwunggewicht von B bis D wobei D schwer ist und B sehr leicht. Die Zahl gibt in gewisser Weise die Abstufung genau an. C8, C9, D0, D1, D2, D3, usw. von leicht zu schwer. Der Unterschied zwischen C3 und D3 ist daher relativ deutlich und eignet sich gut für einen solchen Test. C3 in einem Wedge ist recht gering und eher ein typisches Damen-Schwunggewicht. D3 im Wedge ist Standard für Herren.

Ziel des Schwunggewicht-Vergleichs

In diesem Test möchten wir heraus finden wie der Schwunggewichtsunterschied bei unserer Testperson verläuft und welchen Einfluss es auf sein Spiel hat. Das Ziel war es stets eine 68m entfernte Fahne zu treffen.

Die Zahlen im Vergleich

C3 D3
Ball Speed 60.9 62.2
Launch Angle 29.6 28.1
Backspin 7459 7234
Carry 59 61
Smash Factor 1.02 1.04
Clubhead Speed 59.6 59.8
Dynamic Loft 47.2 44.9
Es gibt einige interessante Punkte die man bereits aus diesen Zahlen gut heraus lesen kann. Der Spieler erreichte mit den schweren Wedges einen deutlich besseren Smash Faktor - er hat die Bälle daher besser getroffen. Daraus resultiert eine höhere Ballgeschwindigkeit bei gleicher Schlägerkopfgeschwindigkeit. Die Tatsache, dass diese praktisch gleich ist lässt nicht darauf schließen dass der Spieler den Schläger besser beschleunigen konnte.
Interessant ist insbesondere der dynamische Loft weil dieser um über 2° höher ist mit dem leichten Wedge. Die Erklärung ist, dass es für den Spieler mit dem leichten Wedge einfacher ist zu "löffeln" und dem Schläger Loft hinzuzugeben. Dies möchte man mit Wedges definitiv vermeiden.
Die Schlagfläche war beim schweren Wedge außerdem neutraler, mit dem leichten Wedge zu sehr geöffnet und die Schläge eher geblockt. Der Angle of Attack war beim schweren Wedge auch minimal steiler was alleine dadurch zu erklären ist dass ein schweres Wedge mehr "nach unten" arbeitet im Durchschwung. 

Der Eindruck des Testers

Für den Tester war der Schwunggewichtsunterschied natürlich deutlich spürbar was nachweislich seine Bewegung verändert hat. Er hatte mit dem schweren Wedge viel mehr Kontrolle und traf die Bälle sauberer. Wenn man sich die Verteilung der Bälle ansieht fällt außerdem noch auf dass die Streuung nach links und rechts mit dem leichten Wedge sehr viel größer war.
Der Tester hatte den Eindruck weniger Aufwand zu benötigen um den Schläger zum Ball zu bewegen. Der Treffmoment fühlte sich satter an was bereits durch den besseren Smash Faktor gezeigt werden kann. Er hatte mit dem schweren Wedge ein viel besseres Gefühl und mehr Selbstvertrauen.

Unser Fazit

Der Test zeigt vor allem folgendes:

Ein schwerer Schläger sorgt für mehr Präzision und ein konstanteres Trefferbild. Er arbeitet tendenziell mehr "nach unten" im Durchschwung und optimiert (in diesem Fall) den Angle of Attack und den dynamischen Loft. Die Hände bleiben besser vor dem Ball im Treffmoment und die Tendenz zu "löffeln" sinkt.
Natürlich haben diese positiven Effekte irgendwo eine Grenze erreicht und es gibt definitiv auch ein zu schweres Schwunggewicht. Das ist dann erreicht wenn der Spieler den Schlägerkopf gar nicht mehr square an den Ball bekommt und er zu lange braucht ihn zu beschleunigen - falls er ihn überhaupt noch beschleunigen kann. In einem solchen Fall wird dann auch die Tendenz nach unten zu stark ausfallen und der Spieler "taucht" womöglich zu viel. Kurz gesagt: Mit zu schweren Schlägern kann eine Menge schief gehen.
Die richtige Mitte zu finden ist die Aufgabe eines jeden Fitters. Es ist nicht immer einfach und oft sollte man sich wegen einem oder zwei Schwunggewichtspunkte nicht zu verrückt machen. Das Schwunggewicht sollte jedoch relativ genau passen und die Schläger vor allem aufeinander abgestimmt sein.
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